Das KESSELHAUS in München-Freimann, Lilienthalallee 29

Zur Historie

1915

 

Gründung eines Zweigwerkes des Essener Krupp-Konzerns (Friedrich Krupp KG) auf dem Gelände in München-Freimann.
Es ist davon auszugehen, dass das KESSELHAUS damals bereits im Bau bzw. schon fertiggestellt war.

1917

 

Eröffnung der „Bayerischen Geschützwerke Friedrich Krupp“

1919

 

Umbenennung in „Bayerische Maschinenwerke Fritz Neumeyer KG“. Produktion bzw. Bau von Turbinen, Traktoren und Lokomotiven. Im selben Jahr Schließung des Rüstungsbetriebes.

ca. 1925

 

Übergabe an die „Deutsche Reichsbahngesellschaft“, Umbau zum Reichsbahnausbesserungswerk (RAW)

8.10.1927

 

Eröffnung des RAW

Ab Juni 1940

 

schwere Bombenschäden

1995

 

Schließung des Ausbesserungswerkes

Das KESSELHAUS war als Energiezentrale des Werkes Ausgangspunkt für eine rasche industrielle und städtebauliche Entwicklung in Freimann.
Entworfen von bedeutenden Planern der Zeit (Theodor Fischer und Otto Ernst Schweizer) zeigt das KESSELHAUS in hohem Maße das Geschick und handwerkliche Können der damaligen Baumeister.
Seine schwere Stahlrahmenkonstruktion war für hohe Nutzlasten ausgelegt und beeindruckt noch heute. Die Krananlage im Inneren ist ebenso erhalten geblieben wie Teile der Kesselanlage und der alte Schornstein.

Nachdem das KESSELHAUS über 10 Jahre lang leer stand, wurde es unter seinem jetzigen Betreiber Wolfgang Nöth liebevoll und aufwändig zur Veranstaltungshalle umgebaut.
Die erste Veranstaltung fand im Februar 2007 statt, und seitdem erfreut sich das KESSELHAUS bei vielen namhaften Firmen großer Beliebtheit (zu Gast waren hier u.a. BMW, Microsoft, Philip Morris, Allianz und Techdata) und wird von nationalen und internationalen Künstlern (von Sven Väth bis Pink) immer wieder gerne bespielt.